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junges Mädchen bei der Physiotherapie
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So lässt sich Kinderrheuma behandeln

Die Therapie der Juvenilen idiopathischen Arthritis setzt sich üblicherweise aus mehreren Bausteinen zusammen und muss ganz individuell angepasst sein.

Die Therapie-Bausteine im Überblick

  • Medikamentöse Therapie

    In den meisten Fällen beginnt die Behandlung einer JIA mit sogenannten nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Das sind kortisonfreie Medikamente, die Schmerzen lindern, Entzündungen hemmen und Fieber senken. In manchen Fällen erhalten Kinder zusätzlich eine kortisonhaltige Kristallsuspension mit einer Spritze direkt ins Gelenk. Die Gabe von Kortison sollte jedoch immer mit Bedacht und Zurückhaltung eingesetzt werden.  Wenn die Behandlung mit nichtsteroidalen Antirheumatika nicht ausreicht, erhalten Kinder sogenannte Basismedikamente. Das sind Mittel, die den Verlauf der Erkrankung langfristig positiv beeinflussen und das Fortschreiten aufhalten oder wenigstens verlangsamen sollen.

  • Physiotherapie

    Die Physiotherapie ist für Kinder wichtig und gehört zu den Eckpfeilern der Behandlung, weil sie Verspannungen in der Muskulatur lösen und sie kräftigen kann. Eine Physiotherapie ist immer individuell gestaltet und hängt vom Schweregrad der Erkrankung ab – die Behandlung kann beispielsweise ein passives Durchbewegen (bei akuten Entzündungen) sein oder aktive Übungen beinhalten.

  • Ergotherapie

    Häufig ist eine zusätzliche Ergotherapie sinnvoll, denn hier lernen Kinder, wie sie ihren Alltag möglichst gelenkschonend bewältigen können. Ergotherapeuten üben gemeinsam mit den Kindern Bewegungsabläufe und Verhaltensweisen ein, die ihre Gelenke schützen – denn schon beim Öffnen einer Wasserflasche oder beim morgendlichen Anziehen lassen sich Belastungen verringern.

  • Schmerztherapie

    Akute und chronische Schmerzen spielen bei Kinderrheuma eine große Rolle. Eine der wichtigsten Aufgaben ist es, Kindern diese Schmerzen zu nehmen – das ist Aufgabe der Schmerztherapie. Hier geht es auch darum, Schmerzen psychisch bewältigen zu können.

  • Ernährung

    Für Kinder mit Rheuma wird vor allem eine ausgewogene Ernährung mit frischem Obst, Gemüse und Vollkornprodukten empfohlen. Denn so stehen dem Körper genügend Nährstoffe, Vitamine, Antioxidantien und Spurenelemente zur Verfügung – die braucht der Körper, um gegen die Erkrankung anzukämpfen. Die Deutsche Rheuma-Liga betont jedoch, dass Ernährung nur ein Baustein der Therapie ist und keine medikamentöse oder chirurgische Behandlung ersetzen kann.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER | Unternehmenskommunikation

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Bildnachweis

  • Kinderrheuma Behandlung; © Pixel-Shot / stock.adobe.com

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