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Informationszettel über Influenza, dazu Medikamente und ein Spritze

Jetzt gegen Grippe impfen lassen

Triefnase, Kratzen im Hals oder Husten – der Herbst ist der Auftakt für die bevorstehende Grippesaison. Denn durch das nasskalte Schmuddelwetter haben Viren jetzt ein leichtes Spiel. Gegen die echte Virusgrippe (Influenza) ist neben einem starken Immunsystem vor allem die Grippe-Impfung der beste Schutz. Diese Erkenntnis ist nicht neu, dennoch stehen viele der Grippeschutz-Impfung skeptisch gegenüber und haben Fragen.

  • Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Grippeschutz-Impfung?

    Auch wenn die typische Grippe-Saison bei uns zwischen Dezember und April verläuft, sollte man sich am besten in den Monaten Oktober oder November impfen lassen. Zum einen benötigt der Körper ungefähr zwei Wochen, bis er einen entsprechenden Schutz aufgebaut hat; zum anderen wächst die Gefahr einer Erkältung, die manchmal eine Grippeschutz-Impfung ausschließt.

  • Es gibt doch Grippe-Medikamente, warum soll ich mich überhaupt impfen lassen?

    Weil ich mit der Grippeschutz-Impfung einer Erkrankung vorbeugen kann. Sich darauf zu verlassen, dass es einen schon nicht erwischt, ist ein Roulette-Spiel – es kann gut gehen oder auch nicht. Außerdem spielt bei der Einnahme von Grippe-Medikamenten der Zeitpunkt eine entscheidende Rolle. Die Behandlung sollte möglichst innerhalb von 48 Stunden nach Beginn der Krankheit anfangen. Weil die Medikamente lediglich die Vermehrung der Grippeviren verhindern, nimmt deren Wirksamkeit bei späterer Einnahme stark ab. Zudem können verschiedene Nebenwirkungen auftreten und es gibt zunehmend Resistenzen gegen diese Art der Grippe-Medikamente.

  • Trotzdem, ist der Impf-Appell nicht nur Panik-Mache?

    Überhaupt nicht! Dafür reicht ein Blick auf die Bilanz der vergangenen Saison. Nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) ist die Grippewelle im zurückliegenden Winter ungewöhnlich stark verlaufen. Zwischen Ende Dezember 2017 und Anfang April 2018 erkrankten nachweislich 333 567 Menschen an einer Grippe, heißt es im aktuellen Bericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI). Die Zahl der tatsächlich Erkrankten dürfte weit darüber liegen. Denn nicht jeder Grippekranke geht zum Arzt und nur ausgewählte Praxen schicken Erregerproben ins Labor.

  • Wer sollte sich impfen lassen?

    Besonders empfohlen wird die Schutzimpfung gegen Influenza vor allem für Senioren über 60 Jahre, chronisch Kranke, Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, Personen mit viel Publikumsverkehr und Schwangere.

  • Schwangere? Ist das nicht gefährlich für das ungeborene Baby?

    Im Gegenteil, das Ungeborene profitiert sogar von der Impfung, weil es die Antikörper mit in die ersten Lebensmonate nimmt. Aber auch die werdende Mutter ist besser geschützt, denn die Erfahrung zeigt, dass es ohne Impfung bei Schwangeren häufiger zu schwereren Krankheitsverläufen mit mehr Komplikationen kommt.

  • Sollten Kinder grundsätzlich geimpft werden?

    Eine ausdrückliche Impfempfehlung für Kinder gibt es bisher nicht, da bei ihnen die Grippe in der Regel ohne schwerwiegende Komplikationen verläuft. Anders sieht es bei chronisch kranken Kindern und Jugendlichen aus, etwa Asthmatikern. Für sie ist eine Grippeschutz-Impfung auf jeden Fall sinnvoll. Bei Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren empfiehlt die STIKO (Ständige Impfkommission) ein Grippe-Impfspray. Diese Art der schonenden Impfung gehört bei der BARMER übrigens seit Jahren zum Leistungskatalog.

  • Was muss ich über den Impfstoff wissen?

    Da sich Grippeviren rasch verändern können, wird der Impfstoff jährlich angepasst. Der aktuelle Grippeimpfstoff ist ein Vierfach-Impfstoff und schützt vor je zwei Influenza A- und B-Stämmen. In aller Regel spritzt ihn der Arzt in den Oberarm. Da der Impfstoff unter Verwendung von Hühnereiern hergestellt werde, sei er für Menschen mit einer schweren Hühnereiweißallergie nicht geeignet. Bei einer leichten Allergie könne man ihn aber in aller Regel problemlos verabreichen.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER | Unternehmenskommunikation

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  • tashatuvango/stock.adobe.com
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