Der Jahreswechsel ist ein beliebter Zeitpunkt für gute Vorsätze. Doch genauso schnell wie diese gefasst werden, verpuffen sie meist auch wieder.
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Jahreswechsel

Jedes Jahr aufs Neue: Der Jahreswechsel ist für viele ein beliebter Zeitpunkt, um Bilanz zu ziehen und Weichen neu zu stellen. Doch genauso schnell wie die meisten Vorsätze gefasst werden, verpuffen einige auch oft wieder. Aber warum eigentlich? Und wie lässt sich das ändern? Hierzu gibt Andrea Jakob-Pannier, Psychologin bei der BARMER, Tipps.

Jahr für Jahr nehmen sich Millionen von Menschen an Silvester vor, ihr Leben zu verändern. Was sind die häufigsten guten Vorsätze?

Ganz oben auf der Wunschliste steht eine gesündere Ernährung, verbunden mit dem Vorsatz, sich mehr zu bewegen, um seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun. Viele nehmen sich vor, mit dem Rauchen aufzuhören oder im neuen Jahr gelassener mit dem Stress umzugehen. Auch Freundschaften zu pflegen und sich mehr um die eigene Familie zu kümmern, sind häufig genannte Vorsätze.

 

Sind solche Vorsätze überhaupt sinnvoll?

Generell ist es natürlich sinnvoll, das eigene Leben zu reflektieren und sich daraus ableitend etwas vorzunehmen, das eine positive Veränderung verspricht. Das muss allerdings nicht zwingend an Silvester gebunden sein. Wer seinen Lebensstil auch im Verlauf des Jahres immer mal hinterfragt, lebt bewusster und kann krankmachende Faktoren eher erkennen. Insofern sind gute Vorsätze sinnvoll.

 

Welche Vorsätze haben denn das beste Potenzial für eine langfristige Umsetzung?

Egal, in welchem Bereich: Die gesteckten Ziele sollten vor allem realistisch und erreichbar bleiben. „Alles auf einmal“ klappt in den seltensten Fällen. Es sollte daher besser nicht eine ganze Liste an Vorsätzen sein, sondern zunächst nur einer, der besonders wichtig erscheint. Denn zu hohe Ziele, die man nicht erreicht, schaffen Verdruss. Das ist besonders schade, weil es ein paar Strategien gibt, mit denen sich die guten Vorsätze besser umsetzen lassen.

 

Welche Strategien meinen Sie?

Eine davon ist das Stecken realistischer Ziele, beispielsweise in kleineren Etappen. Hilfreich ist es auch immer, Alternativen zu schaffen: Wer keine Lust auf Joggen hat, kann seine gepackte Schwimmtasche immer griffbereit haben oder stattdessen einen Spaziergang unternehmen. Wichtig ist es auch, selbst kleine Erfolge wahrzunehmen. Denn Erfolgserlebnisse schaffen Motivation, und die ist dies A und O, um auf dem eingeschlagenen Weg zu bleiben.

 

Was nehmen Sie sich persönlich für das neue Jahr vor?

Ich versuche, die Botschaften meines Körpers und Geistes bewusst wahrzunehmen und entsprechend zu handeln. Wenn ich beispielsweise beruflich sehr gestresst bin, versuche ich einen Ausgleich im privaten Umfeld zu finden, also eine Balance zwischen Anspannung und Entspannung zu schaffen. Beispielsweise treffe ich mich mit Freunden, denn durch Freude und Gelassenheit kommt die Zufriedenheit häufig von selbst. Das klappt jedoch nicht immer, daher besteht dieser Anspruch fortwährend…

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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