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Korb mit braunen Eiern
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Ernährung

Infos rund ums Oster-Ei

285 Eier – so viel legt eine Henne im Schnitt pro Jahr. Das muss sie auch, denn die Deutschen verzehren im Jahr durchschnittlich 212 Eier und zu Ostern steigt die Nachfrage noch einmal leicht an. Da können ein paar Informationen nicht schaden:

Was macht das Hühnerei so besonders?

Das Ei ist aus ernährungsphysiologischer Sicht wertvoll, weil es qualitativ hochwertiges Eiweiß enthält, das von unserem Körper nicht selbst aufgebaut werden kann. Kombiniert man es noch mit dem pflanzlichen Eiweiß der Kartoffel, z. B. als Salzkartoffeln mit Rührei, steigt die Qualität noch an (siehe auch: Rezept des Monats). Man bezeichnet das als hohe biologische Wertigkeit. Sie beschreibt, wie viel Körpereiweiß der Mensch durch den Verzehr von Nahrungseiweiß aufbauen kann. Außerdem enthalten Eier die Vitamine A, E, K, B1, B2 sowie den Mineralstoff Kalzium und das Spurenelement Eisen. Ein Eigelb enthält mit sechs Gramm allerdings auch relativ viel Fett, das entspricht etwa einem Teelöffel.

Wie viele Eier „darf“ man essen?

Der Cholesterolgehalt von Eiern ist recht hoch. Mit einem Ei nimmt man bereits mehr als die empfohlene Tagesmenge an Cholesterol zu sich. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät daher, pro Woche nicht mehr als zwei bis drei Eier zu verzehren, inklusive der verarbeiteten Eier beispielsweise in Kuchen und Nudeln. Allerdings handelt es sich hierbei um einen durchschnittlichen Richtwert – zu Ostern kann es auch mal etwas mehr sein, wenn man sich davor und danach ein wenig zurücknimmt.

Woher weiß ich, wie alt ein Ei ist?

Der Frischezustand von Hühnereiern ist wichtig für deren Eigenschaften. Die Backfähigkeit ist aus frischen Eiern besser und deren Eischnee ist beständiger. Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt einen direkten Anhaltspunkt für das Alter des Eies: Die Haltbarkeit umfasst 28 Tage, verkauft werden dürfen Eier allerdings nur 21 Tage nach Legedatum. Beispiel: Auf dem Etikett steht „mindestens haltbar bis 03.05.“. Das bedeutet, dass das Ei frühestens am 05.04., also 28 Tage vorher, gelegt wurde. Verkauft werden dürfte es bis zum 26.04. Allerdings kann jeder zu Hause auch selbst testen, wie alt ein Ei ist. Dafür gibt es drei Verfahren:

  • Schwimmtest
    Sehr frische Eier liegen am Boden, ältere Eier stellen sich langsam auf. Der Grund: Je älter das Ei, desto mehr Wasser verdunstet, die Luftkammer vergrößert sich.
  • Aufschlagprobe
    Bei einem frischen Ei sind Dotter und Eiklar hoch gewölbt, bei einem alten Ei abgeflacht. Der Grund: Bei einem frischen Ei umschließt das Eiklar hochgewölbt den Dotter, bei einem alten ist es dünnflüssig und zerfließt beim Aufschlagen.
  • Schütteltest
    Bei einem alten Ei hört man ein glucksendes Geräusch, wenn man es leicht hin- und herschüttelt. Der Grund: Das Eiklar wird mit dem Alter dünnflüssiger.

Kann ich mich beim Ausblasen der Ostereier mit Salmonellen anstecken?

Ja. Die Salmonellen können auf der Eierschale haften und beim Auspusten direkt über den Mund aufgenommen werden. Die Erreger lösen Magen-Darm-Erkrankungen mit Durchfällen und Fieber aus, die für Kinder oder kranke und alte Menschen gefährlich werden können. Am besten ist es, die Eier mit einem Hilfsmittel auszupusten. Dazu eignen sich beispielsweise dünne Strohhalme. Generell sollte man nur frische und saubere Eier auspusten und saubere spitze Werkzeuge verwenden. Vor dem Bemalen sollte man das ausgeblasene Ei von innen und außen mit lauwarmen Wasser und etwas Spülmittel vorsichtig säubern.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER | eMagazin

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Bildnachweis

  • Eier-Info; © Barbara Pheby/stock.adobe.com
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