Impfen ist nicht nur etwas für Kinder. Impfungen können auch Erwachsene schützen. Testen Sie Ihr Wissen und machen Sie mit beim BARMER Impf-Quiz.
Gesundheit

Impfen nützt, Impfen schützt

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Der aktuelle BARMER-Arzneimittelreport hat in Deutschland große Impflücken bei Kindern und Jugendlichen aufgedeckt. So waren im Jahr 2017 rund 26.000 Jungen und Mädchen im Alter von zwei Jahren überhaupt nicht geimpft und knapp 166.000 Zweijährige hatten keinen vollständigen Masern-Impfschutz. Bis zum 18. Lebensjahr waren außerdem 50 Prozent aller Mädchen nicht gegen eine Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV) geeimpft. Eine HPV-Infektion gilt als eine der häufigsten Ursachen für Gebärmutterhalskrebs.

Impfen auf dem Prüfstand

Wie sieht es mit Ihrem Kenntnisstand zum Thema „Impfen“ aus? Machen Sie mit bei unserem Online-Quiz! Welche der folgenden Aussagen treffen zu und welche nicht:

Eine Impfung hält ein Leben lang.

Denn es gibt zum Beispiel viele Impfungen, bei denen zwischen einer Grundimmunisierung und einer Auffrischung unterschieden wird. Schon für die Grundimmunisierung sind in der Regel mehrere Impfungen notwendig. Beispielsweise können Säuglinge ab dem zweiten Lebensmonat mit einem Sechsfach-Impfstoff gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Haemophilus influenzae, Kinderlähmung und Hepatitis B geimpft werden. Damit sich ein Impfschutz aufbauen kann, sind allerdings vier Impfungen notwendig. Bis zum 18. Lebensjahr sollten dann nochmals Auffrischungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Kinderlähmung folgen. Die Impfung gegen Diphtherie und Tetanus muss sogar im Erwachsenenalter nochmals regelmäßig wiederholt werden. Ganz anders sieht dies bei Masern, Mumps und Röteln aus. Wenn ein Kind vollständig gegen die Erreger dieser Krankheiten geimpft ist, dann hält der Impfschutz ein Leben lang.

Die Masern-Impfung ist gut verträglich.

Obwohl es keine wissenschaftlichen Belege gibt, wird Impfungen immer wieder nachgesagt, dass sie häufig zu schweren Nebenwirkungen, sogenannten Impfschäden, führen. So wird beispielsweise die Masern-Impfung mit Autismus in Verbindung gebracht. Bisher konnte allerdings kein wissenschaftlicher Zusammenhang erbracht werden. Die Masern-Impfung ist allgemein gut verträglich. Manchmal kann es an der Einstichstelle zu Rötungen oder Schwellungen kommen. Ebenfalls sind vorübergehende allgemeine Krankheits-symptome möglich, die an eine Erkältung oder leichte Magen-Darm-Beschwerden erinnern.

Die Kassen bezahlen einige Impfungen nicht, weil diese zu teuer sind.

Ob eine Kasse der gesetzlichen Krankenversicherung, wie etwa die BARMER, die Kosten für eine Impfung übernehmen darf, orientiert sich nicht am Preis. Die Kosten werden immer dann übernommen, wenn die Ständige Impfkommission (STIKO), eine unabhängige Expertenrunde am Robert Koch-Institut in Berlin, die Impfung empfiehlt und der sogenannte Gemeinsame Bundesausschus (G-BA) die Impfung in den Leistungskatalog aufgenommen hat. Der G-BA ist im deutschen Gesundheitswesen das höchste Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung von Ärzten, Zahnärzten, Krankenkassen und Krankenhäusern.

Gegen eine Krankheit, die es in Deutschland nicht mehr gibt, muss man sich auch nicht mehr impfen lassen.

Zwar sind einige Krankheiten dank konsequent durchgeführter Impfungen in Deutschland nicht mehr bekannt. Dazu zählen beispielsweise Diphtherie und Kinderlähmung. Wenn jedoch die Impfquoten sinken, besteht die Gefahr, dass diese Krankheiten wieder ausbrechen. Impfungen sind also weiterhin notwendig und wichtig. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Welt vor allem durch vermehrtes Reisen immer enger zusammenrückt und Krankheiten aus anderen Ländern eingeschleppt werden können.

Die BARMER zahlt Reiseschutzimpfungen zu hundert Prozent.

Für Versicherte sind Schutzimpfungen für private Reisen kostenfrei. Auch eine Zuzahlung entfällt. Außerdem erhalten sie beim BARMER-Teledoktor eine kostenfreie, individuelle Beratung zu notwendigen Impfungen für das jeweilige Reiseziel. Zu erreichen sind die Ärzte über die Teledoktor-App oder die Hotline: 0800 3333 500. Mit dem BARMER-Impfplaner gibt es zusätzlich die Möglichkeit alle Impftermine, auch für Urlaubsreisen, immer im Blick zu behalten.

Impfen ist nur etwas für Kinder.

Denn die Experten der STIKO empfehlen Impfungen sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Beispielsweise sollten Erwachsene ihren Impfschutz gegen Diphtherie und Tetanus alle zehn Jahre auffrischen. Für Senioren werden Impfungen empfohlen gegen Gürtelrose, Grippe und Pneumokokken, die sehr häufig Lungenentzündungen auslösen.

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Impfen im Fokus

In loser Reihenfolge wird das BARMER E-Magazin in einer Serie weitere Aspekte zum Thema „Impfen“ und spezielle Impfungen näher beleuchten. Sind Sie interessiert? Dann lassen Sie uns das wissen und wir halten Sie auf dem Laufenden! Eine kurze E-Mail an die Redaktion genügt: redaktion@barmer.de

Michaela Del Savio

Redakteurin, BARMER-
Unternehmenskommunikation

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