Anlässlich des Welttages des Hörens veröffentlicht der Bundesverband der Hörgeräte-Industrie aktuelle Zahlen zur Hörgesundheit in Deutschland.
Allgemein

Welttag des Hörens 2018

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Eine vom Bundesverband der Hörgeräte-Industrie (BVHI) und Kantar TNS anlässlich des Welttages des Hörens durchgeführte repräsentative Studie verdeutlicht, dass der Hörgesundheit in Deutschland wachsende Aufmerksamkeit geschenkt und ihre Bedeutung für ein gesundes, selbstbestimmtes Leben zunehmend erkannt wird. Eine regelmäßige Vorsorge ist jedoch noch nicht für alle Menschen selbstverständlich.

Dr. Stefan Zimmer, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Hörgeräte-Industrie (BVHI) erläutert: „Die Studie zeigt, dass Hörminderungen keine Ausnahmeerscheinung sind. Sechs von zehn Befragten (59 Prozent) kennen Personen mit Hörminderung in ihrem Umfeld, 87 Prozent davon mit mittleren bis schweren Beeinträchtigungen. Dass inzwischen mehr als zwei Drittel der Befragten (71 Prozent) bereits einen Hörtest gemacht haben, zeigt die gestiegene Sensibilität für das Thema. Für viele Menschen besteht allerdings noch Aufklärungs- und Handlungsbedarf – so ist nicht einmal jedem Dritten (30 Prozent) der Befragten bekannt, dass eine unbehandelte Hörminderung weitere gesundheitliche Risiken birgt.“

Gesundheitliche Risiken sind vielfältig

Eine unbehandelte Hörminderung kann unter anderem Stress, Schlafstörungen und Schwindel verursachen – ebenso steigt das Risiko, an einer Depression zu erkranken, zu verunfallen oder sozial isoliert zu werden. Gut erforscht ist auch der Zusammenhang zwischen unversorgter Schwerhörigkeit und der Abnahme kognitiver Leistungen: Eine jüngst veröffentlichte Langzeitstudie belegt, dass eine unbehandelte Schwerhörigkeit deutlich das Risiko erhöht, an Demenz zu erkranken und im Laufe des Lebens von anderen Menschen abhängig zu werden. Schwerhörige, die Hörgeräte tragen, haben diese höheren Risiken nicht.

Hörgeräte überzeugen

Die Bedeutung von Hörgeräten für die Gesunderhaltung wird zunehmend erkannt. 89 Prozent der Befragten (2017: 87 Prozent) geben an, dass Hörgeräte die Lebensqualität der Nutzer steigern. Entsprechend steigt auch ihre Akzeptanz: 82 Prozent (2017: 80 Prozent) halten moderne Hörgeräte für dezent und unauffällig, und für 76 Prozent (2017: 75 Prozent) sind sie sehr leicht und bieten einen hohen Tragekomfort.

Die Umfrageergebnisse spiegeln die rasante technische Innovation im Bereich der Hörgeräteentwicklung wieder. So stellen Hörgeräte nicht nur das Hörerlebnis wieder her, sondern schaffen durch ihre vielfältigen Vernetzungsmöglichkeiten neue Mehrwerte für ihre Anwender. Die digitalen Mini-Computer verschwinden fast unsichtbar im oder hinter dem Ohr, kommunizieren in Echtzeit miteinander und passen sich automatisch verschiedenen Hörsituationen an. Neun von zehn Befragten der TNS-Umfrage (91 Prozent) geben an, sich schon aufgrund dieser technischen Funktionen leichter zum Tragen eines Hörgeräts bewegen zu lassen, sollten sie eine Hörminderung feststellen.

Respekt für Hörgeräteträger

In unserer von Kommunikation geprägten Welt steigen die Anforderungen an ein intaktes Gehör stetig an: Für 80 Prozent der Befragten (2017: 76 Prozent) ist eine Hörminderung daher auch keine bloße Unannehmlichkeit, sondern eine ziemlich oder sehr starke Beeinträchtigung. Diejenigen, die etwas gegen ihre Hörminderung unternehmen, ernten dafür Lob und Respekt: Personen mit Hörgeräten werden laut TNS-Umfrage von 41 Prozent der Befragten (2017: 41 Prozent) als vorbildlich wahrgenommen, weil sie auf sich und ihr Umfeld achten. Knapp die Hälfte der Befragten zollen Hörgeräteträgern Respekt dafür, dass sie offen mit ihrer Hörminderung umgehen. Nur noch eine Minderheit sieht Schwerhörigkeit als gesundheitlicher Makel oder Alterserscheinung. Die Mehrheit der Befragten nehmen Menschen mit Hörgeräten genauso wahr, wie Menschen ohne Hörgeräte.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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