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Fieberthermometer, Tee und andere Erkältungsmittel

Hausapotheke im Herbst

Ein Kratzen im Hals, eine verstopfte Nase und ein lästiger Husten – das sind typische Erkältungsbeschwerden. Jetzt im Herbst haben sie wieder Hochsaison. „Gerade mit Beginn des Wetterumschwungs sind viele Menschen besonders anfällig für Erkältungen. Die kühlere Luft kann vor allem Beschwerden in den Atemwegen auslösen. Manchmal gesellen sich auch noch Kopfschmerzen und Fieber hinzu. Deshalb ist der Start in die Erkältungssaison der richtige Zeitpunkt, seine Hausapotheke mit entsprechenden Gegenmitteln auszustatten. Erste Anlaufstelle für die rezeptfreien Arzneimittel ist die Apotheke“, erklärt Heidi Günther, Apothekerin der BARMER.

Was hilft wogegen?

Zur Basisausstattung einer Hausapotheke gehören neben einem Fieberthermometer und fiebersenkenden Mitteln vor allem Präparate gegen Husten. Bei festsitzendem Hustenschleim helfen Säfte und Tabletten, die Extrakte aus Efeu, Fenchel, Thymian oder auch Eukalyptus enthalten. Gegen Reizhusten hingegen empfehlen sich Hustenstopper mit den Wirkstoffen Eibisch oder Isländischem Moos, entweder in Form von Tabletten, Saft oder als Tee.
Neben Husten-Symptomen können häufig auch Halsschmerzen auftreten. Um Schluckbeschwerden rasch zu lindern, empfehlen sich Halstabletten. Sie befeuchten die gestressten Schleimhäute und bekämpfen das Festsetzen des Erregers. „Ein absolutes Muss in der Hausapotheke ist ein Nasenspray. Jedes Familienmitglied sollte natürlich sein eigenes Spray haben, um gegenseitige Ansteckungen zu vermeiden. Die Schnupfenhelfer befeuchten die gereizten Schleimhäute und lassen sie abschwellen, so dass man wieder besser durchatmen kann. Besonders geeignet sind Sprays auf der Basis einer Meersalz-Lösung. Sie sorgen meist schnell für Linderung. Zudem helfen Nasensprays auch bei aufkommenden, leichten Ohrenschmerzen“, so Günther. Und weil eine verstopfte Nase in einigen Erkältungsfällen auch zu Kopfschmerzen führen kann, empfiehlt die Expertin zusätzlich schmerzstillende Mittel, beispielsweise mit Wirkstoffen wie Ibuprofen oder Paracetamol, für die
Hausapotheke.

Auf das Mindesthaltbarkeitsdatum achten

Wer noch Erkältungsmittel aus der vergangenen Saison in der Hausapotheke findet, sollte diese unbedingt auf ihre Haltbarkeit hin überprüfen. Das gilt besonders für angebrochene Präparate. Viele können nach längerer Lagerung unwirksam oder sogar gesundheitsschädlich werden, da sich Bestandteile wie Alkohol verflüchtigen und sich die Wirkstoffkonzentration verändert. In der Regel sind Erkältungsmedikamente nach Anbruch circa vier bis sechs Wochen haltbar. Aber auch ungeöffnete Mittel sollten nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums nicht mehr genutzt werden. Bei unvermindert anhaltenden Symptomen sollte unbedingt ein Arzt oder eine Ärztin die Ursache abklären.

Gut zu wissen

Ein Tee aus Eibischwurzeln wird ganz besonders zubereitet. Statt mit heißem Wasser wird ein gehäufter Teelöffel der Wurzelstückchen mit kaltem Wasser aufgegossen, eine Stunde unter gelegentlichem Umrühren ziehen lassen. Anschließend abseihen und kurz aufkochen.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER | Unternehmenskommunikation

Bildnachweis

  • Hausapotheke: Foto: ANASTASIA/stock.adob.com

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