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Familie macht einen Camping-Ausflug und grillt dabei

Grillen mit Kindern

Stockbrot, Marshmallows oder ein Bratwürstchen – die meisten Kinder lieben es zu grillen. Doch offenes Feuer ist für den Nachwuchs nicht nur faszinierend, sondern auch gefährlich. Laut Statistiken der Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder“ erleiden jedes Jahr mehr als 13.000 Kinder so starke Verbrühungen oder Verbrennungen, dass sie deshalb behandelt werden müssen. Ein Großteil dieser Verletzungen geht auf Grillunfälle zurück. „Deshalb ist es enorm wichtig, sich regelmäßig an die wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen zu erinnern und sich bewusst zu machen, dass Erwachsene auch hier eine Vorbildfunktion haben“, so Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der BARMER.

Auf alles vorbereitet sein

Ach wenn es eigentlich selbstverständlich sein sollte, heißt die wichtigste Regel für Eltern und alle anderen Erziehungsberechtigten: Kinder am Grill nie unbeaufsichtigt lassen – auch nicht, um nur mal kurz etwas aus der Küche oder dem Keller zu holen. Solange der Grill an ist, muss sich immer ein Erwachsener in der Nähe aufhalten und aufpassen. Genauso wichtig ist der richtige Standort des Grills. Zum einen muss er auf einem stabilen, feuerfesten Untergrund stehen; zum anderen braucht er genügend Sicherheitsabstand zur Spielfläche der Kinder. Zum Anheizen sollte man auf keinen Fall Brandbeschleuniger wie Spiritus oder andere flüssige Brennmittel verwenden. Auf Nummer Sicher geht man laut Marschall mit klassischen Grillanzündern. „Vorsichtshalber sollte man auch etwas zum Löschen in der Nähe haben. Das kann ein Eimer mit Sand sein, eine Brandschutzdecke oder ein Feuerlöscher“, so die Medizinerin. Auch nach dem Grillen ist die Gefahr noch nicht gebannt. Deshalb sollte die heiße Asche außer Reichweite von Kindern aufgestellt oder die Grillstelle gut mit Sand oder Steinen abgedeckt werden.

Kühlen Kopf bewahren

Kommt es trotz aller Vorsichtmaßnahmen zu einer Verbrennung, heißt es zunächst, das Kind beruhigen und dann kühlen, kühlen und nochmals kühlen. Dafür sollte die verbrannte Stelle etwa 10- 20 Minuten lang unter kaltes Wasser (aber nicht kälter als 15 Grad) gehalten werden. Ist die Hautoberfläche geschlossen, kann anschließend ein kühlendes Wundgel oder eine Heilsalbe aufgetragen werden. Offene, nässende Brandwunden, tiefere Verletzungen der Haut und großflächige Verbrennungen gehören dagegen immer in die Hände eines Mediziners.

Sofortmaßnahmen auf einen Blick

• Ruhe bewahren und das Kind beruhigen.

• Soweit möglich, Kleidung an den betroffenen Körperteilen entfernen.

• Kühlen bis zur Schmerzfreiheit, maximal jedoch 20 Minuten.

• Verbrennungen keimfrei abdecken.

• Bei Kindern bereits bei leichteren Verbrühungen oder Verbrennungen einen Arzt aufsuchen.

• Bei schweren Verbrennungen oder Verbrühungen immer den Notruf wählen und einen Notarzt rufen.

• Keine Getränke oder Speisen verabreichen.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER | Unternehmenskommunikation

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