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junge Frau nimmt sich eine Auszeit und schaut mit aus dem Fenster
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Und wir Eltern?

Das waren jetzt viele Tipps und gute Ratschläge! Was wir als Familie damit auf keinen Fall bezwecken möchten: Dass andere glauben, wir hätten hier alles im Griff. Das Gegenteil ist häufig der Fall. Auch wir können nicht immer zuhören, auch hier knallen ab und an die Türen und auch hier wird nicht jeden Tag ein Sportprogramm durchgezogen. Aber nach einem Jahr Ausnahmezustand ist uns klar: So ist es nun mal! Wir sind alle keine Superheldinnen und -helden. Wir versuchen das Beste draus zu machen und in aller Regel reicht das auch. Eltern sollten sich nicht unter Druck setzen, denn das bedeutet neuen Stress – den wir häufig unterbewusst an die Kinder weiterreichen. Meine Vorgehensweise für mehr Gelassenheit ist simpel: Ich meistere einen Tag nach dem anderen. Ich gucke nicht mehr auf die gesamte Woche oder den kompletten nächsten Monat. Ich mache einen Schritt nach dem anderen – bis wir raus sind aus der Pandemie.

Tipps für mehr Ruhe und Ausgeglichenheit

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  • „Ich-Zeit“ einplanen – und ruhig einfordern!

    Zugegeben: Das ist natürlich leichter gesagt als getan und eher ein Tipp für Eltern mit etwas größeren Kindern. Aber ab vier oder fünf Jahren ist es durchaus möglich, sich kurze Auszeiten zu nehmen. Wir machen es so, dass wir unseren Kindern einen Timer stellen – meist auf eine Stunde. Das ist dann unsere Elternzeit. In dieser Zeit beschäftigen sich die Kinder allein. Sie wissen, dass sie uns nicht stören dürfen – außer natürlich im Notfall. Diese Stunden nutzen wir ganz für uns – zum Yogamachen oder auch mal für einen Mittagsschlaf am Wochenende. Klar mussten sich die Kinder anfangs erst daran gewöhnen, aber mittlerweile ist es für sie einfach ganz normal. Sie lesen in der Zeit oder malen Bilder. Keiner muss ein schlechtes Gewissen haben!

  • Allein an die frische Luft!

    Rausgehen mit Kindern bedeutet meistens Stress! Bei uns sieht das in der Regel so aus: Erst wehren sich alle gegen die dicken Wintersachen, dann gibt es lange Diskussionen, warum für eine Stunde an der frischen Luft kein vollgepackter Picknickkorb nötig ist, dann wird um die richtige Spielplatzwahl gestritten – und am Ende finde ich den Hausschlüssel nicht. Alle fangen an zu schwitzen und irgendwer weint. Entspannung sieht anders aus. Mein persönlicher Tipp ist deshalb: Die Kinder abends ins Bett bringen, sich mit dem Partner absprechen und ganz in Ruhe nochmal einen Gang allein machen. Mit einem Podcast oder schöner Musik auf den Ohren kann ich so am besten abschalten. Und am nächsten Abend kann natürlich der Partner losziehen!

  • Hilfe suchen!

    Oma und Opa sind in Corona-Zeiten zwar meistens keine Option, wenn es darum geht, sich helfen zu lassen. Aber manchmal gibt es Alternativen, wenn mal selbst einfach nicht mehr weiß, wo einem der Kopf steht. Vielleicht ist das eine zuverlässige Babysitterin, die die Spaziergänge draußen übernehmen kann? Oder man sucht sich eine feste Familie als „Corona-Buddy“, mit der man sich die Kinderbetreuung ein bisschen aufteilen kann.

  • Online Freunde treffen

    Es ist nicht dasselbe wie eine echte Begegnung, aber es kann der Seele helfen: Gemeinsame Online-Meetings mit Freunden helfen, den Alltag zu vergessen, sich auszutauschen und abzulenken. Am besten vereinbart man einen festen Termin pro Woche, den jeder einplanen kann. So entwickelt sich eine Routine – und die Woche hat ein Highlight mehr, auf das man sich freuen kann.

Sandra Arens

freie Journalistin; Gastautorin

Bildnachweis

  • Gelassenheit; © contrastwerkstatt/stock.adobe.com
  • Gelassenheit; © contrastwerkstatt/stock.adobe.com

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