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Bewegung

Klettern ist top!

Welche Kletterarten gibt es und was bedeutet Bouldern? Wie unterscheidet man Free Climbing vom Free Solo? Mit einer kleinen Einführung in die Welt der Vertikalen möchten wir Lust aufs Ausprobieren machen.

Einige Grundbegriffe im Klettern

  • Toprope: Mit der Toprope-Sicherung steigt man in den Klettersport ein. Beim Aufstieg an der Übungswand wird der Kletterer permanent über ein Seil gesichert, das oberhalb von ihm durch eine Umlenkung an einem fixen Punkt geführt wird. Der Kletterpartner am Boden zieht das Seil über ein Sicherungsgerät nach, gibt Steiglänge dazu und stemmt sich bei einem harten Sturz gegebenenfalls mit den Füßen in die Wand. Toprope eignet sich ideal zum Technik- und Sturztraining.
  • Bottomrope: Damit wird die Seilsicherung und Seilzugabe von unten bezeichnet. Der Seilgeber steht fest am Boden und sichert den Kletterer.
  • Vorstieg (Lead): Im Vorstieg klettert man voraus. Man klippt sich dazu an einem Sicherungspunkt ein und steigt dann darüber hinaus, um den nächsten Sicherungspunkt anzubringen oder anzustreben. Sollte er stürzen, fällt er maximal in die mit der Zwischensicherung definierte Seillänge. Der vom Boden (oder Standplatz) sichernde Kletterpartner muss im Falle eines Sturzes das Seil sofort blockieren und eingreifen, damit der Vorsteiger nicht in die Wand donnert.
  • Nachstieg: Der Nachsteiger folgt dem Vorsteiger auf einer Route meist über mehrere Seillängen. Aus dem festen Stand sichert der Vorsteiger ihn am straffen Seil. Der Nachsteiger kann sich unterwegs noch zwischensichern.
  • Drei-Punkt-Regel: Die Regel beschreibt eine Steigtechnik, bei der drei von vier Gliedmaßen immer Kontakt zum Fels oder zur Wand haben. Nur eine Hand oder ein Fuß macht den nächsten Zug.
  • Dyno/Dynamo: Beim Bouldern und Klettern ermöglicht dynamisches Schwungholen das Erreichen eines Griffs, der nicht in unmittelbarer Griffweite ist. Die Dyno-Technik weicht von der Drei-Punkt-Regel ab.
  • Rotpunkt: Als Rotpunkt bezeichnen Kletterer den sturzfreien Durchstieg einer Route im Vorstieg ohne technische Hilfsmittel, jedoch mit Sicherungen. Der Durchstieg erfolgt ohne Ausruhen im Seil und ohne Hochziehen an Haken. Rotpunkt-Routen werden trainiert, bis man sie fehlerfrei beherrscht.
  • Onsight: Damit wird der Durchstieg einer unbekannten Route lediglich nach einer kurzen Sichtbestimmung der Verhältnisse vom Standplatz aus bezeichnet. Infos zur Route stehen nicht zur Verfügung.
  • Flash: Hier handelt es sich um den Durchstieg einer unbekannten Route gleich im allerersten Versuch. Man kann sich jedoch zum Gelände und Schwierigkeiten und Erfahrungswerten vorab informieren.
  • Expressen: Mit Zwischensicherungen entlang der Seilstrecke kann ein Kletterer seine Sicherheit zusätzlich erhöhen. Dazu werden je nach Einsatzgebiet unterschiedlich lange Express-Sets ( „Exes“, „Expressen“) verwendet. Eine Expresse besteht aus zwei über Schlingen verbundenen Karabinern, die jeweils am Haken im Fels und am Seil eingeklippt sind.
  • Klippen: Der Moment, wenn man sich am Haken absichert und das Seil in den Karabiner einführt („Clip“).
  • Cleanen: Man versieht die Kletterroute während des Aufstiegs mit mobilen Sicherungen wie Stiften und Klemmkeilen, an die man sich hängt. Haken werden nicht in den Felsen „gebohrt“. Hat man eine Seillänge oder die Route geschafft, entfernt man diese Sicherungen wieder.

Doris Goedecke-Vorberg

Redaktion, BARMER | Unternehmenskommunikation

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