Eine Sonnenbrille schützt vor blendendem Sonnenschein und vor schädlicher UV-Strahlung. Aber was macht eine gute Sonnenbrille aus?
Allgemein

Die richtige Sonnenbrille finden

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Die gute Nachricht zuerst: Dank ihres anatomischen Aufbaus sind unsere Augen in der Lage etwa 98 Prozent der Sonnen-Strahlung durch Hornhaut und Linse selber zu filtern. Doch auch die restlichen zwei Prozent können für das Auge gefährlich werden. Nicht nur unsichtbare UV- und Infrarotstrahlen, sondern auch das sichtbare Licht können zu Photokeratitis, grauem Star, Makuladegeneration oder Tumoren führen. Der beste Schutz ist eine gute Sonnenbrille.

Geschützt mit der Mode gehen

Wenn Sonnenbrillen cool aussehen, trägt man sie umso lieber. Viele der angesagten Modelle erfüllen außerdem Kriterien, die dem Schutz dienen. So sind Brillen mit großen Gläsern nicht nur Trend, sondern schützen neben den Augen auch die empfindliche Haut in diesem Bereich. Zudem verhindern Modelle, die nah am Gesicht anliegen, dass UV-Strahlung von oben und von der Seite ins Auge eindringt.

Dunkel mit Durchblick

Bei den Brillengläsern ist der Tönungsgrad nicht nur reine Geschmackssache. Er bestimmt auch den Blendschutz einer Brille. Gläser der Lichtschutzstufe zwei etwa sind für einen Sommertag in unseren Breitengraden gut geeignet. Am Strand, in den Bergen oder im Süden sollte man mindestens Gläser der Stufe drei wählen. Unterschieden werden die Lichtschutzstufen 0 bis 4:

  • Kategorie 0: 80 bis 100 Prozent Lichtdurchlässigkeit, sehr helle Tönung, für leichten Lichtschutz oder für abends
  • Kategorie 1: 43 bis 80 Prozent Lichtdurchlässigkeit, helle bis mittlere Tönung, gut geeignet für bedeckte Tage und die Stadt
  • Kategorie 2: 18 bis 43 Prozent Lichtdurchlässigkeit, dunkle Tönung, besonders geeignet für den Sommer, der perfekte Blendschutz für unsere Breitengrade
  • Kategorie 3: 8 bis 18 Prozent Lichtdurchlässigkeit, sehr dunkle Tönung, gut geeignet für südliche Gefilde, beim Wassersport, am Strand und in den Bergen
  • Kategorie 4: 3 bis 8 Prozent Lichtdurchlässigkeit, extrem dunkle Tönung, zu dunkel für den Straßenverkehr, geeignet für Hochgebirge und Gletscher

Auf UV-Schutz achten

Der Tönungsgrad einer Brille sagt nichts über deren UV-Schutz aus. Deshalb gilt es, beim Kauf speziell auf den UV-Schutz zu achten. Hinweis für einen ausreichenden Schutz ist der Aufdruck „100% UV” oder „UV 400″. Im Zweifel können Sonnenbrillenträger den UV-Schutz ihrer Brille beim Optiker messen lassen. Wer beim Sport seine Augen schützt, sollte darauf achten, dass Sportbrillen nicht verrutschen. Außerdem müssen sie kratzfest und bruchsicher sein. Die gleichen Kriterien gelten natürlich auch für Kindersonnenbrillen.
Sonnenbrillen gibt es in fast jedem Modegeschäft, in der Drogerie und im Urlaub bei vielen Straßenhändlern. Da jedoch nicht nur der aktuelle Trend eine Kaufentscheidung beeinflussen sollte, lohnt der Weg zum Fachmann. Eine kompetente Beratung ist sehr wichtig, weil man als Laie bei dem großen Angebot sonst schnell den Überblick verliert, und sich Schutz und Mode in der Regel nicht ausschließen.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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