Der Wonnemonat Mai beschert uns eine bunte Palette mit frischem Obst und Gemüse aus der Heimat. Zu den absoluten Klassikern zählen natürlich Erdbeeren.
Gesundheit

Die Erdbeeren sind da

Theoretisch können wir uns zwar das ganze Jahr über mit nahezu allen Obst- und Gemüsesorten verwöhnen. Doch der Mai beschert uns eine bunte Palette mit frischem Obst und Gemüse aus der Heimat. Die regionalen Produkte überzeugen durch intensiven Geschmack und schonen auch noch die Umwelt. Zu den absoluten Mai-Klassikern zählen natürlich Erdbeeren. Die kleinen roten Früchte enthalten viel Vitamin C, sogar mehr als Zitronen oder Orangen. Eine kleine Schale (150 Gramm) deckt bereits den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Zudem können Erdbeeren mit viel Folsäure, Vitamin B1 und Vitamin K punkten. Bei den Mineralstoffen sind vor allem Zink, Kupfer und Mangan zu nennen. Erdbeeren enthalten mit 32 Kilokalorien pro 100 Gramm nur wenig Energie. Auch den in der Erdbeere enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen werden verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen zugesprochen. Und auch wenn Bio-Erdbeeren etwas teurer sind, lohnt sich diese Investition. Denn Bio-Erdbeeren enthalten rund 20 Prozent mehr antioxidativ wirksame Phenole und Vitamin C als konventionell angebaute Früchte.

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Reife Erdbeeren sind ein wahrer Genuss und darüber hinaus noch sehr gesund. Pro 100 Gramm enthalten sie mehr Vitamin C als Zitronen oder Orangen. Botanisch sind Erdbeeren übrigens gar keine echten Beeren. Es sind Sammelfrüchte, bei denen die kleinen gelb-braunen Samen – die sogenannten Nüsschen – gut sichtbar auf der Außenhaut der Frucht liegen. Die essbaren Früchte sind die fleischig ausgewachsenen Blütenachsen beziehungsweise das weiße Mark des Blütenbodens, das sich mit der Reife bei den meisten Sorten vom Rand her durch pflanzliche Farbstoffe rot färbt.

Der herrliche Duft der reifen Früchte gab der Erdbeere auch ihren Namen: Der lateinische Gattungsname Fragaria bedeutet übersetzt „duften“, Fragaria vesca, der botanische Name der Walderdbeere, so viel wie „Essbarer Duft“. Die duftenden Früchte sind beim Verbraucher sehr beliebt: Laut Mitteilung des Deutschen Bauernverbandes verzehrte 2013 jeder Bundesbürger im Durchschnitt rund 3,5 Kilogramm.

Um welche Sorte es sich genau bei den im Supermarkt oder auf dem Markt angebotenen Gartenerdbeeren handelt, erfahren die Kunden nicht. Sortenbezeichnungen sind in Deutschland weder vorgeschrieben noch üblich. „Die“ Frischmarktsorte Europas ist jedoch die mittelfrühe Sorte Elsanta, die auch von deutschen Produzenten überwiegend angebaut wird. Sie zeichnet sich zwar nicht durch das allerbeste Aroma aus, wird jedoch vielen Anforderungen der Produzenten und des Handels gerecht, unter anderem hinsichtlich Ertrag, Fruchtgröße und Transportfähigkeit. Der Geschmack ist insgesamt befriedigend und wird im mittleren bis guten Bereich angesiedelt.

Verbraucher sollten beim Einkauf unbedingt darauf achten, nur Schalen mit reifen und unbeschädigten Früchten auszuwählen. Erdbeeren reifen nicht nach und verderben aufgrund des hohen Wassergehalts schnell. Daher sollte man sie am besten noch am gleichen Tag beziehungsweise innerhalb von 1 bis 2 Tagen verzehren oder verarbeiten.

Wer auch im Winter noch heimische Erdbeeren genießen möchte, kann sie in der Saison kaufen und etwa zwei Jahre lang tiefgefroren lagern. Dazu werden die gewaschenen und geputzten Früchte auf einem Backblech oder in einer flachen Schale einzeln angeordnet und vorgefroren. Anschließend wandern sie zusammen in einem Beutel oder einer Schüssel in die Truhe. Auf diese Weise bleiben sie besser in Form, kleben nicht zusammen und können später besser einzeln entnommen werden. Auch fürs Einfrieren gilt: Überreife oder unreife Früchte aussortieren. Erdbeeren lassen sich übrigens auch portionsweise als Püree einfrieren. So kann man jederzeit schnell raffinierte Desserts oder Milchshakes zaubern.

(Quelle: Heike Stommel, www.aid.de)

Leuchtend rot, intensiv duftend und süß im Aroma – Erdbeeren sind verführerisch und schmecken lecker. Diesen unverwechselbaren Genuss des Sommers bieten allerdings nur reife und frische Früchte. Da Erdbeeren äußerst empfindlich sind und leicht verderben, erfordern sie besonders sorgfältigen Umgang.

Erdbeeren reifen nicht nach. Damit Sie in den vollen Genuss der roten Früchte kommen, wählen Sie beim Einkauf reife Exemplare. Sie sind durchgehend rot gefärbt und haben keine weißen Stellen – mit Ausnahme der weißen Ananaserdbeeren. Unreife Erdbeeren sind weniger aromatisch und sehr fest. Ob die Beeren frisch sind, erkennen Sie neben der durchgehenden Färbung auch an der glänzenden Oberfläche und den frischen grünen Kelchblättern. Die Früchte sind prall, sehr saftig und der Stiel ist leicht zu entfernen. Schalen mit Früchten, die Druckstellen, matschige, schimmelige oder faule Stellen aufweisen, lassen Sie besser stehen. Ein Blick auf den Schalenboden lohnt sich in jedem Fall, denn bei Erdbeeren mit verdorbenen Stellen kann sich ein Schimmelpilz oder Fäulnis rasch ausbreiten und da bleibt der frische Genuss schnell auf der Strecke.

Übrigens schmecken deutsche Erdbeeren besonders köstlich in der Hauptsaison von Mai bis Juli. Sie werden reif geerntet, können so ihr volles Aroma entwickeln und müssen keine langen Transportwege überstehen. Beim Direktvermarkter sind sie in der Regel besonders frisch, da sie meist am selben Tag früh morgens geerntet werden.

Am besten kaufen Sie das Obst erst an dem Tag, an dem Sie es essen wollen. Wenn das nicht möglich ist, lassen sich die Früchte mit Stiel und Kelchblättern ungewaschen und abgedeckt an einem kühlen Ort oder im Gemüsefach des Kühlschranks in einem flachen Behältnis aufbewahren. Spätestens nach ein bis zwei Tagen sollten die Früchte verbraucht werden, denn schon wenige Stunden nach der Ernte verlieren sie an Aroma.

Erdbeeren mit Schimmelstellen eignen sich nicht mehr zum Verzehr und müssen weggeworfen werden. Durch den hohen Wassergehalt verteilen sich Schimmelsporen leicht in der gesamten Frucht – auch, wenn es äußerlich nicht sichtbar ist. Es genügt also nicht, die entsprechende Stelle abzuschneiden.

Doch soweit muss es erst gar nicht kommen. Erdbeeren lassen sich auch einfrieren. Dazu die gewaschenen und geputzten Beeren einzeln auf ein Backblech oder in eine flache Schale legen und vorfrieren, bevor sie zusammen in einem Beutel oder einer Schüssel in die Truhe wandern. So bleiben sie besser in Form und können auch in kleineren Portionen entnommen werden. Gefrorene Erdbeeren behalten ihre Form besser, wenn man sie noch leicht gefroren verarbeitet. Als Tipp für die schnelle Küche: Erdbeeren portionsweise als Püree einfrieren. Daraus lassen sich jederzeit blitzschnell raffinierte Desserts oder Milchshakes zubereiten.

(Quelle: Dr. Claudia Müller, (.aid.de)

Erdbeeren aus dem eigenen Garten sind beliebt. Die süßen Früchtchen gibt es in zahlreichen Sorten, die sich in Form, Farbe und Geschmack unterscheiden. Die unscheinbare Walderdbeere (Fragaria vesca) ist in Europa heimisch. Sie hat ein intensives Aroma, ist aber sehr klein. Im Garten verbreitet sie sich durch ihre Ausläufer und kann gut als Bodendecker im lichten Schatten unter Bäumen genutzt werden. Die Früchte bilden sich in den Monaten Juni und Juli. Am besten werden Walderdbeeren pur genascht, da beim Einkochen die Bitterstoffe aus den kleinen Nüsschen vorherrschen können.

Die Monatserdbeere stammt von der Walderdbeere ab, schmeckt aber etwas weniger intensiv. Dafür liefert sie „monatelang“ größere Früchte – von Juni bis Dezember. Damit kann man Kinder fürs Gärtnern begeistern. Monatserdbeeren sind gut geeignet zur Randbepflanzung von Beeten, für den Balkon und als Kübelpflanzen. Auch in Gewächshäusern kann man sie kultivieren und im Winter frische Früchte ernten.

Die großfruchtige Gartenerdbeere (Fragaria ananassa) ist eine zufällige Kreuzung aus zwei amerikanischen Wilderdbeersorten. Haus- und Kleingärtner greifen gerne zu Sorten wie „Senga Sengana“ und „Mieze Schindler“. Wer regelmäßig ernten möchte, sollte alle zwei Jahre den Bestand mit neuen Pflanzen auffrischen, da der Fruchtertrag mit der Zeit abnimmt. Als Vorkultur eignen sich Salate, Erbsen, Bohnen oder Radieschen.

Die Moschus- oder Zimterdbeere (Fragaria moschata) ist eine alte Kulturpflanze und hat ein besonders Aroma, das an Muskat erinnert. Sie liebt feuchte und geschützte Standorte. Da sich die Pflanzen in der Regel nicht selbst befruchten können, müssen Gartenerdbeeren dazu gepflanzt werden. Für einen guten Ertrag ist ein nicht zu trockener und nährstoffreicher Boden wichtig.

Eine pflegeleichte Variante für den Hausgarten ist die Erdbeerwiese, ein Mischling aus Garten- und Walderdbeere. Sie bildet reichlich Ranken und ist daher vor allem als Bodendecker für naturnahe Pflanzungen geeignet, etwa an Hanglagen. Die Erdbeerwiese gedeiht besonders gut auf locker-humosen bis sandig-lehmigen Böden. Die Früchte haben ein intensives Aroma.

(Quelle: Heike Kreutz, www.aid.de)

Ihr unbeschreiblicher Duft gab den Erdbeeren ihren Namen: Fragaria vesca bedeutet auf Lateinisch so viel wie „essbarer Duft“. Die roten Früchte sind für viele Verbraucher das Sommerobst schlechthin. Über 150.000 Tonnen Erdbeeren werden in Deutschland jährlich geerntet, doch die Nachfrage ist damit längst nicht gedeckt. Daher werden größere Mengen Erdbeeren importiert. Worauf Sie als Käufer bei der Erdbeere achten sollten, hat Andreas Schulte in einem Audiobeitrag für das Bundeszentrum für Ernährung zusammengefasst. Zum Anhören, einfach hier klicken.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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