Ein Präventionsprojekt in Schleswig-Holstein soll Diabetes verhindern. Mitmachen sollen diejenigen, die ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben.
Gesundheit

Diabetes-Risiko kennen und senken

Aktuell sind etwa sieben Millionen Menschen in Deutschland an Diabetes mellitus erkrankt. Darunter zwei Millionen Menschen, die noch nichts von ihrer Erkrankung wissen. 95 Prozent von ihnen leiden an Diabetes Typ 2, häufig auch „Altersdiabetes“ genannt, obwohl die Betroffenen immer jünger werden. Gezielte Hilfe für Menschen mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes bietet jetzt das Präventionsprojekt „Dimini – Diabetes mellitus? Ich nicht!“. Teilnehmen können Versicherte der BARMER, die in Schleswig-Holstein wohnen und mindestens 18 Jahre alt sind. Gemeinsam mit ihrem Hausarzt haben sie damit die Möglichkeit, Warnhinweise frühzeitig zu erkennen und einen Ausbruch der Krankheit zu verzögern oder sogar zu verhindern. Die Teilnahme ist für die Versicherten kostenfrei.

„Es gibt eine Reihe von Risikofaktoren, die das Auftreten von Diabetes und der damit verbundenen Begleit- und Folgeerkrankungen begünstigen. Hierzu gehören Übergewicht, zu wenig Bewegung, Bluthochdruck, Rauchen, gestörte Blutfette oder eine erbliche Veranlagung. Je mehr Risikofaktoren vorliegen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, irgendwann an einem Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken“, erläutert Schleswig-Holsteins BARMER Landesgeschäftsführer Dr. Bernd Hillebrandt die Bedeutung von Diabetes-Prävention und des Projekts „Dimini“. Denn fatal sei, dass Diabetes sich schleichend entwickele. Die Krankheit werde oft nicht bemerkt, weil sie zunächst keine Schmerzen oder wenig Beeinträchtigung auslöse. Anzeichen für Diabetes, wie starker Durst, vermehrtes Wasserlassen oder schlecht heilende Wunden, sollten aber ernst genommen werden. Gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung helfe dann gegenzusteuern, um möglichst eine Therapie mit Medikamenten und vor allem die häufig gravierenden Folgeerkrankungen mit großer Wahrscheinlichkeit zu vermeiden.

Dimini setze daher auf Prävention durch Lebensstiländerung. Mit Hilfe eines speziellen Fragebogens ermitteln die an dem Projekt teilnehmenden Ärzte zunächst das individuelle Diabetes-Risiko der Versicherten. Im Anschluss finden je nach Ergebnis eine oder mehrere Beratungen statt. Bis zu 15 Monate unterstützt der Arzt seinen Patienten dabei, seinen Lebensstil zu ändern und gibt ihm Tipps für eine gesündere Ernährung und mehr Bewegung. Ziel ist es, die Neuerkrankungsrate messbar zu senken. Deshalb wird parallel wissenschaftlich untersucht, wie das Programm das Entstehen von Diabetes beeinflussen kann.

Weitere Informationen zu Dimini im Internet unter dimini.org. Dort sind auch laufend aktuell die bisher teilnehmenden Ärzte gelistet.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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