Der Laufschuh ist ein wichtiger Teil der Ausrüstung eines Läufers. Ist er nicht an den Fuß und den Laufstil angepasst, drohen gesundheitliche Schäden.
Gesundheit

Damit‘s gut läuft

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Reintreten und sich wohlfühlen, glaubt man diesem Werbeslogan, war der Schuhkauf in den 70er Jahren eine ganz einfache Sache. Heute gleicht vor allem der Kauf eines Laufschuhs eher einer Wissenschaft als einem Vergnügen. Die entscheidende Frage lautet: Wie findet man den richtigen Laufschuh?

Wichtig ist es, sich vor dem Kauf von Laufschuhen über aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu informieren. Ein Beispiel: „Ist man früher davon ausgegangen, dass Laufschuhe möglichst viel Dämpfung haben sollten, weiß man heute, dass eine zu starke Dämpfung das natürliche Dämpfungssystem des Körpers unterfordert“, erläutert Klaus Möhlendick, Sportwissenschaftler der BARMER. „Dies kann zu Problemen an den Füßen und am Rücken führen.“

Laufschuh für die individuellen Bedürfnisse

Wie viel Dämpfung der Laufschuh haben sollte, hängt unter anderem von dem Untergrund ab, auf dem gelaufen wird. Auf einem Waldboden reicht meistens die natürliche Dämpfung, während der Körper beim Laufen auf Asphalt durch eine geeignete Dämpfung der Laufschuhe unterstützt werden sollte. „Für Läufer mit normalen Laufstil, die keine orthopädischen Einschränkungen haben, werden heute oft die so genannten Neutralschuhe empfohlen“, so Möhlendick. Neutralschuhe nehmen keinen Einfluss auf die Bewegung des Fußes und haben keine besonders hohe Dämpfung. Für den Kauf der Laufschuhe sollte man sich viel Zeit nehmen. Möhlendick: „Nur so ist gewährleistet, dass der Fachverkäufer die Füße genau untersuchen und man verschiedene Schuhe anprobieren kann.“ Hilfreich ist es auch, die alten Laufschuhe mitzubringen, da ein fachkundiger Verkäufer anhand der Abnutzung der Sohle viele Informationen über die Fußstellung erhält. Bereits bei der Anprobe sollte man sich wohl in den Schuhen fühlen. Dieses merkt man am besten, wenn man zum Beispiel mit den Schuhen bereits im oder vor dem Geschäft einige Minuten läuft. Möhlendick: „Und wenn dann nach dem ersten Training die Füße sich immer noch wohl fühlen, weiß man, dass man die richtigen Laufschuhe gefunden hat.“

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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