Bundesverdienstkreuz für Holger Langkutsch
Versorgung

Hohe Auszeichnung für Holger Langkutsch

Der Vorsitzende des Verwaltungsrates der BARMER GEK, Holger Langkutsch (72), wurde am 19. Dezember 2016 in Berlin mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt. Im Namen des Bundespräsidenten überreichte der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses, Prof. Josef Hecken, die hohe Auszeichnung. Die Ehrung fand im Rahmen der Verabschiedung von Langkutsch statt, der sich Anfang Januar nach mehr als 40 Jahren ehrenamtlichen Engagements aus dem Veraltungsrat der BARMER GEK zurückzieht.

Hecken betonte, dass mit der Auszeichnung aber nicht nur Langkutschs langjährige Arbeit in der Selbstverwaltung der BARMER gewürdigt würde, sondern seine Verdienste um die
Versichertengemeinschaft der gesetzlichen Krankenversicherung insgesamt. Besondere Anerkennung gebühre Langkutsch für sein Engagement im Gemeinsamen Bundesausschuss, dem er seit 2008 als einziger Versichertenvertreter angehört. Durch seine Arbeit habe Langkutsch alle wichtigen Beschlüsse und Weichenstellungen der vergangenen Jahre maßgeblich beeinflusst und somit einen großen Anteil an der positiven Entwicklung des bundesdeutschen Gesundheitswesens.

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Holger Langkutsch

Holger Langkutsch

  • Verwaltungsratsvorsitzender bei der BARMER GEK, Mitglied der Selbstverwaltung seit 1974
  • Stellvertretender Verbandsvorsitzender des Verbandes der Ersatzkassen
    e. V. (vdek)
  • Mitglied im Verwaltungsrat des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen
  • Mitglied im Verwaltungsrat des GKV-Spitzenverbandes und Vorsitzender des Fachausschusses Organisation und Finanzen
  • Mitglied im Beschlussgremium des Gemeinsamen Bundesausschusses der gemeinsamen Selbstverwaltung der Krankenkassen und der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser

Für die solidarische Krankenversicherung muss man streiten

Die ehrenamtliche Tätigkeit spielt für Holger Langkutsch, den ehemaligen Kanzler der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, schon immer eine große Rolle. Und es ist gar nicht verwunderlich, dass sich der 71-Jährige als Ehrenamtlicher in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ebenso gut auskennt wie früher in seiner hauptberuflichen Tätigkeit an der Fachhochschule: beide Institutionen sind Körperschaften des öffentlichen Rechts, beide haben ein Recht auf Selbstverwaltung.

Der Unterschied? „Haupt- und Ehrenamt – beide Perspektiven haben ihren Charme“, sagt Holger Langkutsch. Besonders spannend sind die Gestaltungsmöglichkeiten, die Haupt- und Ehrenamt bieten. Beide leben letztendlich von gegenseitigem Respekt und einem vertrauensvollen Miteinander, wobei Aufgaben und Verantwortlichkeiten natürlich klar getrennt sind. Im Unterschied zur Fachhochschule kommt bei der GKV noch das inhaltliche Geschäft des Gesundheitswesens dazu und „das ist ja bekannter Maßen vermintes Gebiet“, meint Langkutsch.

Trotzdem hat sich der überzeugte Ehrenamtliche auf dieses Terrain begeben, denn er gehört einfach nicht zu denen, die sich morgens überlegen, welches Hobby sie denn tagsüber pflegen könnten. Nein, er sucht und findet Erfolg, indem er sich als Verwaltungs-ratsvorsitzender täglich mit den individuellen Sorgen und Nöten von Versicherten auseinandersetzt. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in den letzten Jahren ist es laut Langkutsch gelungen, den Versicherten erstklassige Leistungen zur Verfügung zu stellen. Das soll zukünftig auch so bleiben. Deshalb will Langkutsch auch weiterhin die gesundheitspolitischen Debatten eng begleiten, wo nötig kritisieren und für die Interessen der Versicherten gegenüber der Politik klare Position beziehen.

„Bei allen notwendigen Auseinandersetzungen um die zukünftige Ausgestaltung unseres Gesundheitswesens darf das Fundament der sozialen und solidarischen Krankenversicherung nicht aus den Fugen geraten“, bekräftigt Langkutsch. Hierzu zählt für ihn auch die paritätische Finanzierung der GKV. Deshalb kämpft er dafür, dass dieses Grundprinzip nicht noch weiter ausgehöhlt wird: „Zukünftige Kostensteigerungen dürfen nicht allein die Versicherten belasten. Auch die Arbeitgeber müssen weiterhin in die Verantwortung genommen werden“, so Langkutsch.

Als Kind wollte Holger Langkutsch gerne Pilot werden. Inzwischen ist ihm Bodenhaftung lieber. Das merkt man, wenn er von den Vorteilen des Bismarck-Modells spricht: „Ich finde die solidarische Ausgestaltung des Gesamtsystems überzeugend, weil sie Garant für den sozialen Frieden in dieser Republik ist. Ohne Ansehen von Alter, Geschlecht und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit ist jedem die Teilhabe garantiert.“ Ohne die selbstverwaltete Krankenversicherung, dessen ist sich Holger Langkutsch sicher, wäre es um die soziale Sicherheit in Deutschland schlechter bestellt. Und er betont: „Bei allen Entscheidungen haben die ehrenamtlichen Vertreterinnen und Vertreter des Verwaltungsrates die Interessen der Versicherten im Blick.“

Nach mehr als 40 Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit zieht sich Holger Langkutsch im Januar 2017 aus dem Verwaltungsrat der BARMER zurück. In der aktuellen Ausgabe des Versicherten-Magazins der BARMER zieht er Bilanz. Das Interview können Sie hier lesen.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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