Zu kalt, zu nass, zu dunkel – Gründe, für wenig Bewegung im Winter, gibt es viele. Doch bei genauem Hinsehen sind die meisten einfach nur Ausreden.
Gesundheit

Bloß keine Winterpause

Im Herbst und Winter sinken nicht nur die Temperaturen, sondern auch die Anzahl der Freizeitsportler. Dabei ist Bewegung in der kalten Jahreszeit besonders wichtig, da sie nachweislich das Immunsystem stärkt und so Erkältungen vorbeugen kann. Außerdem ist sie ein guter Ausgleich zur kalorienreichen Ernährung rund um die Weihnachtszeit, so dass lästige Fettpölsterchen erst gar keine Chance haben. Für Kinder ist ein ganzjährig aktiver Lebensstil besonders wichtig, da körperliche Aktivität die emotionale, kognitive, motorische und soziale Entwicklung fördert. „Bewegung kommt im Alltag oft zu kurz. Die nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung werden häufig nicht erreicht, weder bei Kindern, noch bei Erwachsenen“, weiß Klaus Möhlendick, Diplom-Sportwissenschaftler bei der BARMER. Demnach sollen sich Kinder ab sechs Jahren und Jugendliche mindestens 90 Minuten pro Tag bewegen. Für Erwachsene gilt die Empfehlung, sich regelmäßig körperlich zu betätigen. In konkreten Zahlen heißt dies, etwa 150 Minuten pro Woche mit moderater Intensität („Laufen ohne zu schnaufen“) oder 75 Minuten pro Woche mit höherer Intensität. Zusätzlich sollte die Zeit, die vor Fernseher, PC oder Tablet und Smartphone verbracht wird, möglichst gering ausfallen, da sie für körperliche Aktivitäten verloren geht. Laut BMG sollten Tablet und Co. von Grundschulkindern maximal eine, von Jugendlichen höchstens zwei Stunden täglich genutzt werden.

Gemeinsam aktiv werden

Doch wie motiviert man sich und die Kinder, die warme Wohnung zu verlassen und körperlich aktiv zu werden? „Eltern sollten sich im Klaren darüber sein, wie wichtig ihre Rolle als Vorbild für die Kinder ist. Sind die Eltern aktiv, sind es die Kinder in der Regel auch, weil sie es nicht anders gelernt haben“, so Möhlendick. Dabei geht es nicht um olympiaverdächtigen Hochleistungssport, sondern um gemeinsame Familienzeit, die aktiv genutzt wird. Jede körperliche Aktivität, die Spaß bringt, hilft gegen Bewegungsmangel. Um als Familie in Bewegung zu kommen, ist kein ausgefeiltes Fitnessprogramm nötig. Wichtiger ist, sich etwas zu suchen, an dem alle Spaß haben. Das können die typischen Aktivitäten im Schnee sein, wie Rodeln, Schneeballschlacht oder Eislaufen, oder auch mal der Besuch im Schwimmbad. Je nach Alter kann auch die Kletterhalle eine spannende Möglichkeit sein, sich körperlich zu betätigen. Die Muskeln werden durch das Klettern gestärkt und gleichzeitig die Koordination sowie Mobilität und Stabilität gefördert. Als Sportart für die ganze Familie eignet sich auch Badminton besonders gut. „Badminton gilt als echter Fatburner, in einer Stunde kann man bis zu 500 kcal verbrennen, ausgehend von einer etwa 70 Kilogramm schweren Person. Außerdem lässt es sich leicht erlernen, das motiviert ungemein. Und fast ganz nebenbei trainiert man Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination, stärkt die Muskeln, steigert die Kondition und die Reaktionsfähigkeit“, weiß Möhlendick. Für Familien, die in den eigenen vier Wänden nicht auf Bewegung verzichten möchten, rät Möhlendick, Tischtennis zu probieren. Ob Einzel, Doppel oder Rundlauf, mit Tischtennis kommt die ganze Familie in Bewegung.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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