Bei anhaltend hohen Temperaturen steigen die Ozon-Werte. Das kann die Augen reizen, Hustenanfälle auslösen oder Kopfschmerzen verursachen.
Gesundheit

Mehr als heiße Luft

2

Der Begriff Ozon löst unterschiedliche Assoziationen aus: Die einen denken sofort an Ozon-Schicht, Ozon-Loch und FCKW-Werte, die anderen an Ozon-Konzentration, Sommersmog und Gesundheitsrisiken. Richtig ist alles, denn dieses Gas hat zwei völlig unterschiedliche Wirkungen. Das Ozon in der Stratosphäre schützt das Leben vor der schädlichen UV-Strahlung der Sonne. Bodennah und in hoher Konzentration kann es dagegen negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben. Gerade sommerliche Schönwetterperioden mit intensiver Sonneneinstrahlung können zu hohen Ozon-Werten und gesundheitlichen Problemen führen.

Wie empfindlich Menschen auf Ozon reagieren, ist individuell sehr unterschiedlich. Etwa zehn bis 15 Prozent der Bevölkerung gelten als besonders sensibel. Bei ihnen können bereits vermeintlich geringe Konzentrationen zu Beschwerden führen. Betroffen sind vor allem Personen mit bereits bestehenden Lungen- und Herzkreislauferkrankungen, Kinder und ältere Menschen. Ihnen raten sowohl Mediziner als auch die Bundes- und Landesumweltbehörden, ab einer Ozon-Konzentration von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, körperliche Belastungen im Freien zu vermeiden. Konkret bedeutet das, schweißtreibende Aktivitäten wie beispielsweise Sport oder Gartenarbeit in die frühen Morgenstunden zu verlegen, weil dann die Ozon-Belastung niedriger ist.

Zahlen bitte

 

Erreicht die Ozonkonzentration den Grenzwert von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m3), muss die Bevölkerung informiert werden. Werden 240 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten, wird Ozonalarm ausgerufen.

Sobald die Ozon-Konzentration den Schwellenwert von 240 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft übersteigt, rufen die Behörden den sogenannten Ozon-Alarm aus. Diese Werte können einerseits die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit mindern sowie andererseits die Zahl der Asthmaanfälle steigen lassen. Zwar hat die Anzahl der Tage mit so hoher Ozon-Belastung seit Anfang der 90er Jahre unter anderem durch die Einführung von Katalysatoren bei Fahrzeugen und damit einer Verringerung der Abgase grundsätzlich abgenommen. Dennoch sollte man vor allem während einer mehrtägigen Hitzeperiode die Ozon-Werte im Auge zu behalten und mögliche Überanstrengungen zu vermeiden.

Die aktuellen Ozon-Werte sowie Prognosen für die kommenden Tage veröffentlicht das Umweltbundesamt im Internet.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Netiquette:
Wir freuen uns auf einen regen und fairen Austausch mit Ihnen. Im Interesse aller Leser behalten wir uns dennoch vor, Kommentare abzulehnen, die anstößig, gesetzeswidrig, beleidigend, diskriminierend oder diffamierend sind. Bitte verzichten Sie auch auf Beiträge und Links mit Werbung und anderen kommerziellen Inhalten. Eingehende Kommentare werden werktäglich bearbeitet, Beiträge vom Wochenende entsprechend montags publiziert. Außerdem bitten wir um Verständnis, dass die Redaktion keine individuellen Leistungsanfragen beantworten kann. Bitte nutzen Sie dafür den kostenlosen Telefonservice der BARMER. Sie erreichen ihn unter der Telefonnummer 0800 333 1010.

Kommentar
  1. Für mich als Diabetiker gibt es im Barmer Magazin immer wichtige Hinweise über meine Krankheit, dazu nützliche Tipps über Medikamente, die zu einer Reiseapotheke gehören.

X
Hier nachlesen