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OP-Situation mit einer Nahaufnahme auf einen Blutspendebeutel

BARMER-Krankenhausreport 2019

Deutschland benötigt so viel Spenderblut pro Kopf wie kein anderes Land. Allein im Jahr 2017 wurden hierzulande mehr als 3,2 Millionen Blutkonserven eingesetzt. Deutsche Krankenhäuser könnten jedoch rund eine Million Blutkonserven pro Jahr einsparen. Die Voraussetzung dafür ist, Patientinnen und Patienten wie beispielsweise in den Niederlanden konsequent mit einem speziellen Behandlungskonzept zur Stärkung der körpereigenen Blutreserven, dem „Patient Blood Management“ (PBM), auf planbare Operationen vorzubereiten. Zu diesem Schluss kommt der BARMER-Krankenhausreport 2019.

PBM fußt im Wesentlichen auf drei Säulen. Neben der Behandlung von Anämie-Patienten vor einem planbaren Eingriff wird der Blutverlust während eines Klinikaufenthaltes insgesamt reduziert. Dazu wird dem Patienten zum Beispiel zu diagnostischen Zwecken so wenig Blut wie möglich abgenommen. Transfusionen kommen erst bei dringendem Bedarf zum Einsatz. Helfen kann Patient Blood Management vor allem den Millionen Menschen mit Blutarmut in Deutschland, die einen planbaren operativen Eingriff vor sich haben. Dadurch sollen die Risiken und Nebenwirkungen einer Transfusion vermieden werden.

Prof. Dr. Straub / (c) BARMER

Zitat

Im Sinne der Patientensicherheit sollten Bluttransfusionen so sparsam wie möglich eingesetzt und das Patient Blood Management bundesweit konsequent umgesetzt werden. Damit werden Patientinnen und Patienten auf Operationen besser vorbereitet, unnötige Blutverluste reduziert und Transfusionen samt ihren Risiken seltener.

Vorstandsvorsitzende der BARMER, Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER

Ausführliche Informationen rund um den BARMER-Krankenhausreport 2019 finden Sie im BARMER-Presseportal.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER | Unternehmenskommunikation

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  • Christian Schwier/stock.adobe.com
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  • Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER/ (c) BARMER

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