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Arzt bei einer Operation

BARMER-Krankenhausreport 2018

In Deutschland leiden rund 200.000 Frauen und Männer über 65 Jahren an einer erweiterten Bauchschlagader, einer im schlimmsten Falle tödlichen Gefahr. Wie hoch deren Sterberisiko im Falle einer planbaren Operation ist, hängt davon ab, wie und in welchem Krankenhaus operiert wird. Das geht aus dem BARMER-Krankenhausreport 2018 hervor, der heute (9.8.2018) in Berlin vorgestellt wurde. So war die Sterberate drei Jahre nach einem planbaren Eingriff um zwei Prozentpunkte geringer, wenn die Operation nicht offen-chirurgisch, sondern minimal-invasiv erfolgte. Zudem war die Sterblichkeitsrate um 2,3 Prozentpunkte geringer, wenn der minimal-invasive Eingriff in einem zertifizierten Gefäßzentrum durchgeführt wurde.

Foto von Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER

Zitat

Die Versorgung von Patienten mit einer planbaren Operation an der Bauchschlagader muss besser werden. Künftig sollten die Eingriffe nur noch in zertifizierten Gefäßzentren oder Kliniken mit einer hohen Fallzahl erfolgen. Dazu wäre die Einführung von Mindestmengen pro Standort und Operateur sinnvoll.

 

Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzende der BARMER

Die flächendeckende Versorgung bliebe sichergestellt, auch wenn nicht jede Klinik mit geringer Fallzahl planbare Operationen an der Bauchschlagader vornehme. Für diesen anspruchsvollen Eingriff seien Erfahrung und Routine nötig.

Eine entsprechende Entwicklung sei auch deshalb wichtig, weil künftig mit mehr Operationen an der Bauchschlagader zu rechnen sei, da Männer ab 65 seit Jahresbeginn einen Anspruch auf eine Beratung und eine kostenlose Ultraschalluntersuchung hätten.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER | Unternehmenskommunikation

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  • edwardolive/stock.adobe.com
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  • BARMER / Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Christoph Straub

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