Versorgung

Wohnort entscheidet über den Preis der Zahnbehandlung

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Wer im Süden Deutschlands lebt, zahlt für Zahnersatz besonders viel. Mit 1132 Euro pro Versicherten mit Prothesen, Kronen und Brücken greifen die Bayern besonders tief in die eigene Tasche. Auf den Plätzen zwei und drei liegen Baden-Württemberg und Hessen mit 1097 beziehungsweise 993 Euro. Das Schlusslicht bilden die Versicherten in Sachsen mit 637 und Sachsen-Anhalt mit 628 Euro für Zahnersatz. So lautet ein Ergebnis des aktuellen Zahnreports, der auf Abrechnungsdaten der BARMER GEK beruht.

Die gesetzlichen Kassen beteiligen sich nur an den Kosten für die sogenannte Regelversorgung. Dafür erhalten die Versicherten einen Festzuschuss, der sich ausschließlich nach dem Befund richtet – unabhängig davon, welchen Zahnersatz sie sich machen lassen. Der Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK, Dr. Christoph Straub, weist darauf hin, dass Zahnersatz nach der günstigeren Regelversorgung oft haltbarer sei als ästhetische Alternativen. So würden Patienten häufig einen hohen Eigenanteil zahlen, ohne dass die medizinische Qualität steige.

Insgesamt betrugen die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für die vertragszahnärztliche Versorgung je Versichertem im Jahr 2014 durchschnittlich 161,75 Euro, wobei die Ausgaben bei den Frauen um siebeneinhalb Prozent über denen der Männer lagen. 

Infografik-1-Zanhreport-2016

Weitere Informationen zum BARMER GEK Zahnreport 2016

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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Kommentar
  1. Liebe Redaktion,
    den jährlichen Besuch mit Abstempeln des seit 1991 ohne Lücke geführten Bonusheftes beim Zahnarzt habe ich gerade hinter mir. Es endete mit einem großen Lob der Zahnpflege und des Zustands der Zähne wegen. Mit fast 75 Jahren habe ich keine Prothese, nur Kronen und Brücken sowie 2 Implantate. Ich ließ mir also den Zustand meines „Speisezimmers“ etwas kosten. Freilich bekam ich auch durch das Bonusheft die höchsten möglichen Zuschüsse durch die Barmer GEK! Im Herbst geht es noch zur professionellen Zahnpflege.
    So bin ich doch etwas verwundert, weshalb es so viele Besuche anderer Patienten in den östlichen Ländern gibt. Die Pflege macht es doch möglich, das zu minimieren!
    Freundliche Grüße G.H.