Wie wirkt es sich auf Geschwisterkinder aus, wenn ein Frühchen geboren wird? Und wie kann man ihnen in der neuen Situation helfen?
Services

Neue App für Geschwisterkinder

Eine Frühgeburt verändert plötzlich das Familienleben. Oft sind es die Geschwisterkinder, die unter dieser besonderen Familiensituation leiden. Daran will der Bundesverband „Das frühgeborene Kind“ e.V. jetzt etwas ändern. Die innovative Frühchen-App „Frühgeburt kindgerecht erklärt“ richtet sich an Geschwisterkinder von zu früh geborenen Babys. Sie informiert auf kindgerechte Weise anschaulich sowie erzählerisch über das Thema Frühgeburt. Damit trägt sie dazu bei, dass Geschwisterkinder, aber auch ehemals zu früh geborene Kinder selbst, ein Verständnis für die erlebte besondere Anfangssituation entwickeln können. Die BARMER förderte dieses Projekt aus den Mitteln der Selbsthilfe.

Amelie erzählt von ihren turbulenten Zeiten

Stellvertretend für das eigene Erleben der Kinder wird die Geschichte von Kindergartenkind Amelie erzählt. Auch ihr kleiner Bruder kommt früher als geplant zur Welt. Begleitet wird sie durch die anfangs turbulente Zeit von ihrem Stofftiger Tassilo. Die Eltern können entscheiden, ob ein Sprecher die Geschichte erzählen soll. Alternativ kann die Geschichte auch von den Eltern oder anderen Bezugspersonen vorgelesen werden. In einem speziell animierten Wissens-Bereich, der von Stofftiger Tassilo moderiert wird, kann im Anschluss an die Geschichte noch vertiefend auf potenzielle Fragen der Kinder eingegangen werden. Darüber hinaus regt ein gesonderter Aktionsbereich mit Anleitungen zur Umsetzung kreativer Bastelideen für das neue Geschwisterchen an. Ein virtuelles Fotoalbum ermöglicht es den Geschwisterkindern zudem, die Anfangszeit durch Unterstützung der Eltern mit entsprechenden Bildern zu dokumentieren. So entsteht ein schönes Erinnerungsstück für die gesamte Familie, das es später auch den ehemals zu früh geborenen Kindern ermöglicht, ihren vorzeitigen Start ins Leben zu begreifen. Hilfreiche Linktipps rund um das Thema Geschwisterkinder runden das Angebot ab.

Frühchenvater Sebastian Fitzek kennt die Herausforderungen

Als Vater von drei Kindern im Vorschulter, das jüngste ebenfalls zu früh geboren, kennt Thrillerautor Sebastian Fitzek die Herausforderungen für Eltern, die all ihren Kindern in dieser sorgenvollen Anfangszeit  gleichermaßen gerecht werden wollen, nur zu gut. Auch für die beiden älteren Geschwisterkinder des Fitzek-Frühchens waren die ersten Lebensmonate nach der Frühgeburt eine turbulente Zeit, in der Sorgen und Ängste um das gesunde Überleben des Allerjüngsten den Alltag der Familie dominierten.
Entwickelt wurde die App von Kids Interactiv – der Agentur für junge Medien mit Sitz im Erfurter Kindermedienzentrum. Auch Geschäftsführer Daniel Brochwitz ist betroffener Frühchenvater und weiß um die besonderen Herausforderungen für betroffene Familien: „Ich freue mich, dass wir mit unserer Expertise in diesem medialen Bereich aktiv dazu beitragen können, den Geschwistern von zu früh geborenen Babys das oftmals verunsichernde und turbulente Anfangsgeschehen mit unserer interaktiven Geschichte etwas zu erleichtern.“

Haben Sie Frühchen-App gemeinsam vorgestellt (v.l.n.r.): Frank Mayer (BARMER Regional Geschäftsführer Frankfurt), Barbara Mitschendörfer (Vorsitzende des Bundesverbandes), Sebastian Fitzek, Teresa Strebel von der Agentur Kids interactive.

Gefördert wurde das Projekt im Rahmen der Selbsthilfeförderung auf Bundesebene von der BARMER. Für Frank Mayer, Regionalgeschäftsführer der BARMER Frankfurt sind Selbsthilfeorganisationen nicht mehr aus der Gesundheitsversorgung wegzudenken. Sie bieten Hilfestellung für die Alltagsbewältigung in besonderen Lebenslagen und geben den Betroffenen und deren Angehörigen Halt und Perspektive. „Die Selbsthilfe ist ein wichtiger Pfeiler in unserem Gesundheitswesen. Sie leistet einen unschätzbaren Dienst, weil sie dort einsetzt, wo die „normale Regelversorgung“ endet“, so Mayer. „Mit der ‚Frühchen-App‘ fördern wir die technische Umsetzung eines bundesweiten Projektes. Diese App stellt die Geschwisterkinder in den Mittelpunkt und gibt Tipps und Hilfestellungen, wie die Familie diese Situation gemeinsam besser meistern kann.“

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Netiquette:
Wir freuen uns auf einen regen und fairen Austausch mit Ihnen und bitten Sie um die Beachtung folgender Punkte:
  • Eingehende Kommentare werden werktäglich bearbeitet und so veröffentlicht, wie sie eingereicht werden. Beiträge vom Wochenende werden montags publiziert.
  • Wir behalten uns vor, Kommentare abzulehnen, die anstößig, gesetzeswidrig, beleidigend, diskriminierend oder diffamierend sind.
  • Bitte verzichten Sie auf Beiträge und Links mit Werbung und anderen kommerziellen Inhalten.
  • Wir bitten um Verständnis, dass die Redaktion keine individuellen Leistungsanfragen beantwortet. Bitte nutzen Sie dafür den kostenlosen Telefonservice der BARMER unter der Rufnummer 0800 333 1010 oder den Service-Bereich bei barmer.de
Bitte beachten Sie auch unsere Datenschutzbestimmungen zum Umgang mit Ihren personenbezogenen Daten.