Startseite Digitale Angebote Barmer erweitert Online-Psychotherapie-Programm
Online-Psychotherapie: Junger Mann sitzt am Tisch mit Tablet und redet über seine Situation

Online therapieren mit MindDoc

Trotz Corona oder gerade deswegen – das kostenlose Online-Psychotherapie-Angebot der BARMER boomt und kommt bei Versicherten gut an. MindDoc ist ein Tochterunternehmen der auf Psychosomatik spezialisierten Schön Kliniken. Das gleichnamige Therapieprogramm ist seit 2017 erfolgreich im Einsatz. Aktuell profitieren Betroffene von einer schnellen und professionellen Hilfe bei Depression, Angst-, Zwangs- und Ess-Störungen.

 

Die Vorteile liegen auf der Hand. Schon vor der Pandemie waren Therapieplätze rar. Wer mit psychischen Belastungen zu kämpfen hatte, musste mitunter lange Wartezeiten und zig Absagen in Kauf nehmen, bis ein Therapieplatz gefunden war. Gerade im ländlichen Raum kamen dann oft noch lange Anfahrtswege zur ambulanten Psychotherapie-Praxis hinzu.

Beliebt auch in Zeiten von Corona

Mit MindDoc gehören solche widrigen Umstände nun der Vergangenheit an. Patientinnen und Patienten können bequem von zuhause aus per Videochat an der Therapiesitzung teilnehmen. Und das zeitlich flexibel, werktäglich zwischen acht und 19 Uhr. Ein Pluspunkt, der in Zeiten von Corona nochmals besonders zu Buche schlägt. „Die Anzahl der angemeldeten Erstgespräche hat sich in den vergangenen Monaten mehr als verdoppelt“, berichtet denn auch MindDoc-Geschäftsführer Nicolas Stoetter.
Das ursprünglich als Forschungsprojekt im Jahr 2015 gestartete und mittlerweile wissenschaftlich erprobte und validierte Online-Psychotherapie-Programm wird seit Beginn von der BARMER unterstützt. Zunächst ging es dabei um Depression und Ess-Störung. Jetzt wurde die Behandlung auch auf Angst- und Zwangsdiagnosen ausgeweitet. Seit 2019 können BARMER-Versicherte kostenlos von MindDoc profitieren.

Bild zeigt die BARMER-Expertin und Diplom-Psychologin Andrea Jakob-Pannier

Eine Online-Psychotherapie bietet Betroffenen rasche Hilfe, bevor Symptome sich weiter verschlechtern oder chronisch werden.

Andrea Jakob-Pannier, Diplom-Sozialpädagogin/Psychologin/Psychoonkologin bei der BARMER

Wie funktioniert MindDoc?

Der Weg zur professionellen Online-Psychotherapie führt zunächst über einen Selbsttest im Netz. Auf der Therapieplattform von MindDoc füllen Interessenten einen Online-Fragebogen aus, der den MindDoc-Therapeuten eine erste Einschätzung der Symptome ermöglicht und gleichzeitig die grundsätzliche Eignung feststellt. Danach kann ein Termin vereinbart werden zu einem persönlichen Erstgespräch in bundesweit mittlerweile rund 200 Partner-Praxen vor Ort. Diese Gespräche mit niedergelassenen Psychotherapeuten dauern etwa 50 Minuten und dienen dazu, die Diagnose zu festigen sowie den Bedarf einer notwendigen Psychotherapie zu ermitteln. Erst dann beginnt die Online-Therapie per Videochat mit einer MindDoc-Therapeutin oder einem MindDoc-Therapeuten, die während der gesamten Behandlung feste Ansprechpartner bleiben. Insgesamt können bis zu 24 Therapie-Gespräche durchgeführt werden. Zwischen den einzelnen Sitzungen helfen vertiefende Online-Übungsaufgaben auf der MindDoc-Plattform neu erlernte Inhalte und Verhaltensmuster mehr und mehr zu verinnerlichen. Außerdem wird rund um die Uhr eine Krisenhotline angeboten. Voraussetzung für den Zugang in die virtuelle Psychotherapie-Praxis ist ein Mindestalter von 18 Jahren, eine gültige E-Mail-Adresse sowie eine stabile Internetverbindung plus Webcam. Teilnehmer sollten sich darüber hinaus in keiner weiteren ambulanten psychotherapeutischen Behandlung befinden.

Erfolg ist wissenschaftlich belegt

Die Wirksamkeit von qualifizierten Online-Therapien wurde bereits vielfach wissenschaftlich erforscht und bestätigt. In anderen europäischen Ländern wie etwa Schweden und Dänemark sind solche Angebote längst etabliert und gehören zum therapeutischen Alltag. „In Deutschland ist MindDoc das erste wissenschaftlich erprobte und validierte Online-Psychotherapie-Programm. Die Wirksamkeit ist vergleichbar mit klassischen Face-to-Face-Therapien“, so die BARMER-Expertin und Diplom-Psychologin Andrea Jakob-Pannier. „Gerade in Phasen akuter psychischer Belastung können Online-Angebote Betroffenen rasche Hilfe bieten, noch bevor Symptome sich verschlechtern oder chronisch werden.“

  • Mehr Informationen und den direkten Draht zum Online-Selbsttest gibt es einfach per Klick hier auf der BARMER-Homepage.
  • Wer sich erst einmal ein Bild von MindDoc machen möchte, erfährt auf der entsprechenden Website auch vieles über zugrunde liegende Diagnosen und in welchen Lebensumständen es dazu kommen kann.  Einfach hier klicken: Internetpräsenz von MindDoc

Michaela Del Savio

Redakteurin, BARMER | Unternehmenskommunikation

Bildnachweis

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  • (c) BARMER, Expertin A. Japan-Pannier

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