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Mann sitzt einer Therapeutin in einem Gespräch gegenüber

BARMER-Arztreport 2020

Obwohl der Zugang zur Psychotherapie seit der Reform der Psychotherapie-Richtlinie im Jahr 2017 grundsätzlich einfacher geworden ist, sind viele Patienten mit ihrer Behandlung nicht zufrieden. Zu diesem Ergebnis kommt der Barmer-Arztreport 2020, der Anfang März (05.03.2020) in Berlin vorgestellt wurde.

Als positiv bewertet der Report die Einführung der sogenannten Psychotherapeutische Sprechstunde. Sie dient dem Erstkontakt eines Patienten mit einem Therapeuten und ermöglicht bis zu sechs Termine von 25 Minuten. Auch durch dieses Angebot haben sich die Wartezeiten auf einen Therapieplatz zwar grundsätzlich verkürzt und liegen nun zwischen einem und drei Monaten.

Auch die Zahl der psychologischen Psychotherapeuten ist in der Vergangenheit deutlich gestiegen – allein zwischen den Jahren 2009 und 2018 um 7.300 auf 21.000 gestiegen.Trotzdem schlägt sich die steigende Zahl nicht spürbar in der Versorgung nieder. Das liegt zum einen daran, dass immer mehr psychologische Psychotherapeuten ihre Arbeitszeit reduzieren, und zum anderen ist die regionale Verteilung sehr unterschiedlich. Während in dünn besiedelten Gebieten 21 Therapeuten auf 100.000 Bewohner kommen, sind es in dicht besiedelten Regionen dreimal so viele.

 

Foto von Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER

Zitat

Die Wartezeiten auf einen Therapieplatz sind nach wie vor zu lang, zumal sich psychische Probleme chronifizieren können. Die Therapeuten sollten verstärkt Gruppentherapien anbieten, wenn es medizinisch sinnvoll ist.

Prof. Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER | Unternehmenskommunikation

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  • Prof.Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER

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