Gesundheit

BARMER-Arzneimittelreport 2018

Für viele Krankheiten gibt es heute glücklicherweise wirksame Medikamente. Werden jedoch verschiedene Arzneimittel gleichzeitig verabreicht, steigt das Risiko unerwünschter Wechsel- und Nebenwirkungen. Gerade bei älteren Menschen, die unter mehreren Krankheiten leiden und dabei oft von verschiedenen Ärzten behandelt werden, kann die Zahl der Medikamente schnell unübersichtlich werden. Und das betrifft weit mehr Menschen, als viele vielleicht vermuten: Der BARMER-Arzneimittelreport 2018 zeigt, dass jeder fünfte Bundesbürger im Jahr 2016 fünf oder mehr Arzneimittel eingenommen hat, verschrieben von mehreren Ärzten. Für Mediziner ist da oft sehr schwierig, den Überblick zu behalten. Somit ist es kein Wunder, dass der Schutz vor vermeidbaren Risiken in der Arzneimitteltherapie nicht immer gelingt. So hat beispielsweise jeder vierte BARMER-Versicherte ab 65 Jahren im Jahr 2016 ein von Experten nicht für diese Altersgruppe empfohlenes Arzneimittel erhalten.

Doch das müsste nicht sein: Das Modellprojekt AdAM an, das die BARMER gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), mehreren Universitäten und medizinischen Fachgesellschaften Anfang 2017 auf den Weg gebracht hat, zeigt einen Weg aus dem Dilemma. Mit der „Anwendung für digital unterstütztes Arzneimitteltherapie- und Versorgungs-Management“ lassen sich vermeidbare Risiken besser erkennen. Denn den teilnehmenden Hausärzten haben dadurch beispielsweise Zugriff auf Daten zur Arzneimitteltherapie, welche die Verordnungen aller Ärzte umfassen, was die Übersicht deutlich erleichtert. Außerdem erhalten die Ärzte konkrete patientenbezogene Hinweise, sobald neue Arzneimittel oder neue Risiken bekannt werden.

Weitere Informationen zum Modellprojekt finden Sie unter www.barmer.de/adam

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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