Barfußlaufen fördert die Fußgesundheit und die Sensibilität der Füße
Gesundheit

Barfußlaufen

Täglich tragen sie uns, werden in enge oder hochhackige Schuhe gesteckt und schwitzen in Socken – unsere Füße haben heutzutage keinen leichten Stand. Oft verformen die Schuhe unsere Füße im Laufe der Jahre, viele Menschen leiden unter Fehlstellungen der Zehen oder Senk- und Spreizfüßen. Wer seinen Füßen wirklich etwas Gutes tun will, lässt die Schuhe bei passender Gelegenheit einfach mal weg. Wir verraten, worauf man beim Barfußlaufen achten sollte.

Unsere Füße werden im Vergleich zu früher auf der einen Seite sehr verwöhnt, indem sie durch die Schuhsohlen vor Verletzungen geschützt werden, leiden aber gleichzeitig unter diesem für sie einengenden Komfort. Neben Fehlstellungen können Schweißfüße und die Erkrankung an Fußpilz die Folge sein. „Barfußlaufen fördert die Sensibilität der Füße und eine gesunde Zehenstellung, stärkt die Fußmuskulatur und senkt damit auch die Gefahr des Umknickens. Auch die vernachlässigten Fußreflexzonen werden durch die Reize wieder stimuliert, und der Massageeffekt sowie die frische Luft sind eine wahre Wohltat für die oft vernachlässigten Füße“, schildert Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der BARMER, die Vorteile.

 

Langsam starten
Wer zu abrupt auf viel Barfußlaufen umsteigt, kann seinen Füßen aber auch schaden. Sehnenreizungen oder Achillessehnenentzündungen können die Folge sein. Die Expertin rät daher, langsam zu starten und zunächst nur kurze Strecken zurückzulegen. „Gut geeignet sind weiche und natürliche Untergründe, beispielsweise die Wiese im Garten oder der Sandstrand im Urlaub. Wer empfindliche Füße hat, kann zunächst auch in der Wohnung auf Socken laufen“, so Marschall. Besonders Kinderfüßen kann man durch regelmäßiges Barfußlaufen etwas Gutes tun, denn ihre Füße sind noch formbar. Da sie aber noch nicht so gut gegen Verletzungen geschützt sind, sollte unbedingt auf den passenden Untergrund geachtet werden. Sandkasten und Wiese eignen sich besonders. Barfußlaufen ist allerdings nicht für jeden gleich gut geeignet. Menschen mit Diabetes oder Polyneuropathien, also Missempfindungen in den Zehen und einem oft gestörten Schmerzempfinden, bemerken Verletzungen an den Füßen häufig nicht sofort. Durch den eindringenden Schmutz kann es dann zu Infektionen kommen. Betroffene sollten daher lieber auf Barfußlaufen verzichten. Eine Alternative können sogenannte Barfußschuhe sein. Sie haben eine besonders dünne und sehr flexible Sohle, die das Gefühl des Barfußlaufens nachahmt, aber dennoch die Fußsohle vor Verletzungen durch scharfe Gegenstände und Schmutz schützt.

 

Gut pflegen
Für alle Barfußläufer ist eine gute Fußpflege besonders wichtig. Dazu gehört das Untersuchen auf Verletzungen genauso wie das gründliche Waschen und Eincremen der Füße, damit beispielsweise Schwielen nicht einreißen. Außerdem sollte der Tetanus-Schutz überprüft werden, um im Fall einer Verletzung geschützt zu sein.

 

Barfußlaufen fördert die Fußgesundheit und die Sensibilität der Füße

Info Barfußparks

Wer seinen Füßen ein besonderes Erlebnis gönnen möchte, kann einen sogenannten „Barfußpark“ besuchen. Dort gibt es Wege mit gehäckseltem Mulch, grobem Kiesel, Holz, Lehm oder abgerundeten Glasscherben, auf denen die Verletzungsgefahr minimiert wurde. Eine Liste mit Parks in Deutschland und angrenzenden Nachbarländern gibt es hier.

 

 

 

Doris Goedecke-Vorberg

Doris Goedecke-Vorberg, Redaktion BARMER Unternehmenskommunikation

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