Osteoporose gilt gemeinhin als Frauenkrankheit. Doch von den rund acht Millionen Betroffenen in Deutschland sind knapp 17 Prozent Männer. 
Gesundheit

Starkes Geschlecht auf schwachen Knochen?

Die Hormone trennen die Geschlechter auch beim Thema Krankheiten. Bei Frauen sinkt in den Wechseljahren der Östrogenspiegel, bei Männern kommt es zu einer reduzierten Produktion von Testosteron. Testosteron fördert den Muskel- und Knochenaufbau und festigt die Knochensubstanz. In der zweiten Lebenshälfte findet auch bei Männern ein altersabhängiger Knochenverlust statt. Während die Knochensubstanz bei Frauen in der ersten Zeit der Wechseljahre etwa zwei Prozent jährlich abgebaut wird, beträgt der Verlust bei Männern bis zu einem Prozent pro Jahr.

Zu den Risikofaktoren für Männer und Frauen gehören das Alter, das Geschlecht und bereits erlittene Wirbelkörperbrüche. Aber auch die Einnahme knochenschädigender Medikamente wie z.B. Cortison, eine erbliche Vorbelastung oder eine größere Sturzgefährdung erhöhen die Gefahr für Knochenbrüche.  Einige Risikofaktoren treten bei Männern etwas gehäuft auf. Hier fallen mitunter starkes Rauchen oder Alkoholkonsum besonders ins Gewicht.

Vorsorge schützt

Um Knochenbrüche zu verhindern, sollten vor allem Muskelkraft und Koordination verbessert werden. Schlecht sitzendes Schuhwerk und lose Teppichläufer in der Wohnung lassen sich leicht beseitigen, um Stürze zu verhindern. Wichtig sind auch eine gesunde Ernährung mit ausreichend Kalzium und Vitamin D. Letzteres kann unser Körper selbst produzieren, braucht dazu aber Licht. Deshalb sollte man sich täglich mindestens eine halbe Stunde lang im Freien aufhalten.

Claudia Rembecki

Redakteurin, BARMER Unternehmenskommunikation

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